Markt

Elektroautos haben noch einen sehr geringen Anteil am Automobilmarkt. Sie werden aber in Zukunft breite Käufergruppen erschließen und zu zentralen Elementen einer neuen, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Mobilitätslandschaft werden. Wie das gelingen kann, wurde in zahlreichen Projekten des Schaufensterprogramms untersucht, um damit die Markthochlaufphase der Elektromobilität zu unterstützen.

Kennzeichnend für das Schaufensterprogramm war die Einbindung einer Vielzahl von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die ihre jeweiligen Kompetenzen auf neue Art miteinander vernetzten. Dabei begegneten sich die Erfahrung etablierter Unternehmen und der Pioniergeist von Gründerfirmen. Beide entwickelten neue Geschäftsmodelle für innovative Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Elektromobilität.

Für den Erfolg dieser Geschäftsmodelle ist es ausschlaggebend, die Mobilitätsbedarfe der Kunden zu verstehen, im gewerblichen und privaten Bereich. Dafür boten die Projekte des Schaufensterprogramms einen geeigneten Rahmen. So lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Erfassung der Anforderungen und Akzeptanzkriterien privater Nutzer: Mit welchen Anreizen können sie für die Elektromobilität gewonnen werden? Scheuen sie lediglich den hohen Kaufpreis bei der Anschaffung eines Elektroautos? Oder gibt es weitere Hemmschwellen, die zu überwinden sind? Diese Hemmnisse und Hürden wurden in einem internationalen Benchmarking untersucht. Auf der Grundlage von ca. 50 international geführten Experteninterviews entstand ein Meinungsbild bezüglich des Status quo der Elektromobilität in Deutschland.

Außerdem wurde beispielsweise die Rolle von Autohäusern als Vertriebskanal der Elektromobilität untersucht. Dazu entwickelte die BuW einen Leitfaden für den Vertrieb von Elektrofahrzeugen im Autohaus. Mit Unterstützung von Experten aus dem Schaufensterprogramm und darüber hinaus soll der Leitfaden Kfz-Händlern dabei helfen, die Potenziale und Herausforderungen für das eigene Autohaus zu identifizieren und Anregungen für den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen rund um das Thema Elektromobilität geben.

Unabhängig von ihrer Nutzungsart hängt der Markterfolg der Elektromobilität auch von der Verfügbarkeit einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur ab. Auch dieses Themenfeld wurde aus technischer und ökonomischer Perspektive in den Projekten des Schaufensterprogramms bearbeitet. In einem Workshop wurden dazu Finanzierungs- und Betreibermodelle für die öffentliche Ladeinfrastruktur unter die Lupe genommen und in einer Workshop-Dokumentation aufbereitet.

Die folgenden Ergebnispapiere sind aus den Arbeiten der Begleit- und Wirkungsforschung im Themenbereich Markt entstanden. Sie sind öffentlich verfügbar und können in der Mediathek heruntergeladen werden.

  • "Elektromobilität im Autohaus. Praktischer Leitfaden für Autohäuser zum Vertrieb von Elektrofahrzeugen." (Ergebnispapier Nr. 08)
  • "Betreiber- und Finanzierungsmodelle für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur." (Ergebnispapier Nr. 14)
  • "Internationales Benchmarking zum Status quo der Elektromobilität in Deutschland 2015" (Ergebnispapier Nr. 17)

Ihre Ansprechpartnerin zum Thema Markt:

Frau Lisa Körner

Deutsches Dialog Institut

lisa.koerner@dialoginstitut.de