Energie/Ladeinfrastruktur

Elektromobilität ist besonders für Stadtfahrten oder im Pendelverkehr bereits heute sinnvoll einsetzbar. Für jegliche Anwendungen muss aber eine geeignete Ladeinfrastruktur zur Verfügung stehen. Für Langstrecken sind öffentliche Ladepunkte an den Hauptverkehrsachsen sinnvoll und im städtischen Raum sind Lademöglichkeiten zu schaffen an denen Elektrofahrzeuge geladen werden können. Schnell und langsam in unterschiedlichen Varianten als wertvolle Ergänzung für alle, die nicht die Möglichkeit haben zuhause oder beim Arbeitgeber zu laden. Eine hinreichende öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur ist folglich die Voraussetzung für den Durchbruch der Elektromobilität.

Aus gutem Grund beschäftigten sich viele Schaufensterprojekte mit Aspekten des Aufbaus einer öffentlichen Ladeinfrastruktur. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Installation unterschiedlicher Ladetechnologien und deren Demonstration und Erprobung. Neben den Möglichkeiten des kabelgebundenen Ladens per Wandladestation („Wallbox“), Standard-Ladesäule oder Schnellladesäule wurde auch mit Formen des berührungsfreien, sprich induktiven, Ladens experimentiert. Das minutenschnelle Auswechseln verbrauchter Batterien in Wechselstationen war eine weitere Option, deren Einsatz getestet wurde. Nicht nur in großstädtischen Ballungsräumen, auch in ländlichen Gebieten wurde der Aufbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur im Schaufensterprogramm vorangetrieben. Ein sehr gutes Projektbeispiel ist der Aufbau von Schnellladestationen entlang der Autobahn A 9 zwischen München und Berlin. Ergänzend trieb als weiteres Beispiel das Projekt SLAM den Aufbau einer öffentlichen Schnellladeinfrastruktur an gezielt ausgewählten Standorten voran.

Die Einbindung von Elektrofahrzeugen in lokale wie überregionale Stromnetze stellte einen weiteren Schwerpunkt des Schaufensterprogramms dar. Intelligente Ladesteuerung war hier das Stichwort. Elektrofahrzeuge sollen intelligent gesteuert erst dann laden, wenn das Stromangebot hoch ist. Nicht jedoch, wenn eine ohnehin hohe Nachfrage zu Lastspitzen im Netz führt oder der Bedarf des Nutzers eine andere Vorgabe macht. Weil darüber hinaus Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind naturgemäß starken Schwankungen unterliegt, kann eine Steuerung des Ladens von Elektrofahrzeugen somit zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Vor diesem Hintergrund zielte eine Reihe von Schaufensterprojekten auf die intelligente Verknüpfung von Produzenten, Verbrauchern und Speichern in einem intelligenten Energienetz (Smart Grid). Die demonstrierten Anwendungsfälle reichten vom bundesländerübergreifenden Smart Grid bis hin zum virtuellen Kraftwerk auf der Ebene eines Stadtviertels.

Darüber hinaus befasste sich dieses Querschnittsthema mit aktuellen den Fragen wie sich Elektromobilität in das Strommarktdesign integriert oder wie das alles in ein gesamtes europäisches Mobilitätsszenario einbettet wird. Hier sind unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen und insbesondere die Tatsache, dass Elektromobilität nicht an den Grenzen endet!

Ihr Ansprechpartner zum Thema Energie/Ladeinfrastruktur:

Herr Detlef Schumann

BridgingIT GmbH

detlef.schumann@bridging-it.de