Förderungen

Die Elektromobilität wird in Deutschland auf verschiedene Weise finanziell gefördert. Es gibt steuerliche Förderungen für Elektrofahrzeuge, Förderungen des Bundes, der Länder und einzelner Kommunen bei der Erstanschaffung von Elektrofahrzeugen, sowie Forschungsförderungen des Bundes und der Länder. Auf dieser Seite werden – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einzelne Maßnahmen vorgestellt. Für die Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen. Es gelten die veröffentlichten Angaben der jeweiligen Institutionen.

Stand: Juli 2016

Steuerliche Förderung

Befreiung von der Kfz-Steuer

Reine Elektrofahrzeuge (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeuge) sind übergangsweise von der Kfz-Steuer ausgenommen. Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2015 erstmalig zugelassen wurden, sind zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Für Elektrofahrzeuge mit erstmaliger Zulassung zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020, entfiel die Kfz-Steuer zunächst für fünf Jahre. Mit dem im Entwurf vorliegenden Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr soll die fünfjährige Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf 10 Jahre ausgeweitet werden. Zudem gälte die Befreiung ebenfalls für umgerüstete Fahrzeuge. Ab dem 1. Januar 2021 erstmalig zugelassene Fahrzeuge profitieren voraussichtlich nicht mehr von dieser Sonderregelung.

Nachteilsausgleich Dienstwagenbesteuerung

Privat genutzte Firmenwagen stellen einen geldwerten Vorteil für den berechtigten Arbeitnehmer dar. Dieser geldwerte Vorteil muss u.a. nach dem Wert des Fahrzeugs (Brutto-Neuwagenlistenpreis) als Teil des steuerpflichtigen Einkommens versteuert werden. Der Neuwagenpreis für Elektrofahrzeuge ist aufgrund der teuren Fahrzeugbatterie bislang noch höher als der eines vergleichbaren konventionellen Fahrzeugs. Zum Nachteilsausgleich wurde bereits im Jahr 2013 die Möglichkeit eröffnet, einen Abschlag von 500 Euro pro kWh der Fahrzeugbatterie bis zu einer maximalen Minderung von 10.000 Euro in Anspruch zu nehmen. Der Minderungsbetrag reduziert sich jährlich um 50 Euro je kWh. Der Minderungshöchstbetrag reduziert sich gleichzeitig jedes Jahr um 500 Euro, bis er im Jahre 2023 vollständig entfällt.

Lohnsteuervorteile

Das im Entwurf vorliegende Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr soll auch Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben. Laden Mitarbeiter ihre Elektroautos beim Arbeitgeber auf, müssten sie den vergünstigten oder kostenlosen Bezug von Strom nicht mehr als geldwerten Vorteil versteuern. Neben der steuerlichen Besserstellung hat diese Regelung auch wesentliche praktische Auswirkungen. Der Arbeitgeber muss den abgegebenen Strom nicht mehr messen oder berechnen. Der Verwaltungsaufwand entfällt. Diese Regelung soll auf einen Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2020 befristet sein.

Stellt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer kostenfrei oder vergünstigt eine Ladesäule für das Laden Zuhause zur Verfügung, kann dieser Vorteil pauschal mit 25 % versteuert werden.

Alle diese Vergünstigungen gelten nur, wenn der Arbeitgeber diese Vorteile zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gewährt.

Bundesförderungen

Umweltbonus

Seit dem 2. Juli 2016 wird der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines Elektroautos bezuschusst. Der Bonus gilt rückwirkend für alles Autos, die seit dem 18. Mai 2016 erworben wurden. Für rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge erhalten die Käufer einen Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro, für Plug-in Hybride (mit weniger als 50 g CO2-Emission pro km) bekommen Käufer eine Prämie von 3.000 Euro. Für den Erhalt des Bonus gibt es zwei Voraussetzungen: Da sich Staat und Industrie jeweils zur Hälfte an dem Bonus beteiligen, sind nur Autos bestimmter Hersteller förderwürdig. Außerdem muss der Netto-Basislistenpreis (ohne Zusatzausstattung) des Autos unter 60.000 Euro liegen (brutto 71.400 Euro). Da der hälftige Preisnachlass von 1.500 bzw. 2.000 Euro durch den Autoverkäufer auf den Nettokaufpreis gewährt wird, ergibt sich für den privaten Käufer ein Bruttovorteil von 3.285 bzw. 4.380 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

Die Förderung ist so lange erhältlich, bis die vorgesehenen Mittel in Höhe von 600 Mio. Euro aufgebraucht sind, längstens jedoch bis Ende 2019. Der Förderantrag kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link
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KfW-Umweltprogramm

Mit dem KfW-Umweltprogramm 240/241 werden umweltfreundliche Investitionen gefördert, wie beispielsweise die Anschaffung von Elektrofahrzeugen. Wer als Unternehmer ein Elektrofahrzeug anschafft oder Ladeinfrastruktur auf seinem Gelände errichtet, erhält über das KfW-Umweltprogramm 240/241 günstige Kredite zur Finanzierung.

Antragsberechtigt sind in- und ausländischer Unternehmen, Freiberufler, Unternehmen, die als Contracting-Geber Dienstleistungen für Dritte erbringen und Public Private Partnerships. Auch Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen und Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung im Ausland können vom Umweltprogramm profitieren. Die KfW stellt einen Kreditbetrag bis zu 10 Millionen Euro pro Vorhaben zur Verfügung und trägt damit bis zu 100 % der Investitionskosten. Eine Finanzierung ist ab einem Zinssatz von 1 % möglich. Der Zinssatz orientiert sich an der Bonität des Unternehmens und an den Entwicklungen des Kapitalmarktes. Kleine Unternehmen erhalten einen günstigeren Zinssatz. Der gesamte Kreditbetrag wird zu Beginn ausgezahlt, auf Wunsch auch in Teilbeträgen. Während der tilgungsfreien Zeit müssen nur die Zinsen gezahlt werden, danach gleich hohe vierteljährliche Raten zuzüglich Zinsen auf den noch zu tilgenden Kreditbetrag. Gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung kann der Kredit auch ganz oder teilweise außerplanmäßig getilgt werden. Alle Informationen zum KfW-Umweltprogramm finden Sie hier
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Förderaufruf des BMVI

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert seit 2015 den Markthochlauf der Elektromobilität. Auf Grundlage der Förderrichtlinien vom 9. Juni 2015 und aufbauend auf das Förderprogramm der Modellregionen Elektromobilität soll hier die Verbreitung von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben und der zugehörigen Infrastruktur unterstützt werden. Gefördert werden die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der notwendigen Ladeinfrastruktur sowie kommunale Elektromobilitätskonzepte. Es können auch Projektskizzen im Bereich Forschung und Entwicklung eingereicht werden.

Diese Förderrichtlinie gilt bis zum 31.12.2019. Die Antragsteller werden im Rahmen von unregelmäßigen separaten Aufrufen zur Einreichung von Förderanträgen bzw. von Projektskizzen aufgefordert. Weitere Informationen, u.a. zu Zuwendungsvoraussetzungen und dem Ablauf des Verfahren finden Sie hier
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Förderung der Anschaffung von Hybridbussen (BMUB)

Mit den „Richtlinien zur Förderung der Anschaffung von diesel-elektrischen Hybridbussen im öffentlichen Nahverkehr“ möchte das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Beschaffung von Dieselhybridbussen für den ÖPNV anregen. Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss, der sich nach der Größe des jeweiligen Verkehrsbetriebs berechnet. Die Förderung ist für kleinere Unternehmen höher. Projektskizzen sind dem BMUB bis spätestens zum 15. Februar des Jahres, in dem mit der geförderten Maßnahme begonnen werden soll, vorzulegen. Die vollständige Förderbekanntmachung finden Sie hier
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Förderung des Aufbaus von Ladeinfrastruktur (BMVI)

Das BMVI bereitet für 2017 ein Förderprogramm zum Aufbau von Ladeinfrastruktur vor. Insgesamt 300 Millionen Euro sollen in den Folgejahren zum Aufbau von AC-Normalladepunkten (100 Mio. Euro) und DC-Schnellladesäulen (200 Mio. Euro) bereitgestellt werden. Die Regelungen dazu sind heute noch nicht bekannt.

Landesförderungen (Beispiele)

Auch auf Landesebene bestehen unterschiedliche Fördermöglichkeiten. Beispiele sind im Folgenden aufgeführt:

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung fördert Projekte, in denen entweder wissenschaftliche Grundlagen zu elektromobilen Fragestellungen erarbeitet werden oder in denen Antriebstechnologien in größerem Umfang modellhaft eingesetzt oder kommerziell genutzt werden. Gefördert werden Projekte mit ausgewählten thematischen Schwerpunkten, z.B. in den Bereichen Wirtschaftsverkehr oder Geschäftsmodelle. Zudem können Ausgaben für die technische Ausrüstung zum Aufbau von Ladeinfrastruktur gefördert werden. Die Projektausgaben von Unternehmen können bis zu 50 % bezuschusst werden. Bei Universitäten, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert. Bei Fachhochschulen ist sogar eine Förderquote bis zu 100 % möglich, sofern mit dem geförderten Projekt kein wirtschaftliches Ziel verbunden ist. Die Fördersumme beträgt maximal 500.000 Euro. Die Antragstellung ist jederzeit möglich. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovationsfoerderung-hessen.de/elektromobilitaet
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Das Förderprogramm „Elektromobilität und innovative Antriebstechnologien für mobile Anwendungen” (BayEMA) wurde vom Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ins Leben gerufen. Mit dem Programm wird die Forschung und Entwicklung von Fahrzeugen, innovativen Antrieben sowie notwendigen Teilsystemen und Komponenten unterstützt. Zuwendungsfähige Ausgaben von Unternehmen werden bis zu 50 % gefördert. Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können einen höheren Fördersatz erhalten. Eine Antragsstellung ist jederzeit möglich. Hier
finden Sie weitere Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung .

Mit dem zinsgünstigen Darlehen NRW.BANK.Elektromobilität für mittelständische und kommunale Unternehmen und freiberuflich Tätige fördert die NRW.BANK Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die den Themenfeldern Batterietechnik, Fahrzeugtechnik sowie Infrastruktur und Netze des „Masterplan Elektromobilität Nordrhein-Westfalen“ zugeordnet werden können. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Anschaffung von Elektromobilen zu Demonstrationszwecken und der Erwerb von elektromobilen Flotten (Ausnahme: Leasingfinanzierungen) zu fördern. Bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben werden mit einem Betrag von bis zu 5 Millionen Euro gefördert. Hier
finden Sie alle Informationen zu dem Darlehen.

Kommunale Förderungen (Beispiele)

Zahlreiche bundesdeutsche Kommunen oder Landkreise fördern direkt oder über die regionalen Stromversorger die Erstanschaffung eines Elektrofahrzeugs. Häufig wird dies mit einem Anschlussvertrag oder einem Liefervertrag für die Stromlieferung gekoppelt.

Mit der Einführung des Umweltbonus wurden einige Fördermodelle verändert oder befinden sich gerade noch in der Abstimmung. Einige Kommunen fördern Elektroautos zusätzlich zu der Umweltprämie des Bundes, andere vermeiden eine Doppelförderung und haben ihr Programm dementsprechend angepasst. Vielen der kommunalen Förderprogramme umfassen nicht nur Autos, sondern auch andere Elektrofahrzeuge wie E-Bikes.

Eine vollständige Übersicht über alle Kommunen und Landkreise in Deutschland ist wegen der Fülle kaum möglich und sollte regional recherchiert werden. Im Folgenden sind einige kommunalen Förderprogramme beispielhaft aufgeführt:

Die Stadtwerke Aachen unterstützen ihre Kunden beim Kauf eines reinelektrischen Autos mit 500 Euro und beim Kauf eines Plug-in Hybriden mit 250 Euro zusätzlich zum Umweltbonus. Außerdem wird den Kunden das Aufladen ihrer Fahrzeuge erleichtert: Die Kunden können an den STAWAG eigenen Stromzapfsäulen kostenlos ihr Auto „tanken“. Ebenso wird die Installation einer Wandladestation, sofern der Kunde Ökostrom nutzt, mit 300 Euro bezuschusst. Für den Kauf eines Pedelecs bekommt der Kunde entweder 100 Euro ausgezahlt oder erhält sechs Monatskarten für den ÖPNV (Gesamtwert ca. 300 Euro). Die Förderungen können noch bis Ende 2016 in Anspruch genommen werden.

Die Stadt Heidelberg vermeidet eine Doppelförderung zum Umweltbonus. Es werden Elektro- oder Hybridfahrzeuge (CO2-Ausstoß von weniger als 90g/km) gefördert, die den Umweltbonus nicht bekommen. Voraussetzung für eine Förderung ist der Bezug Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Ebenso profitieren Käufer eines Erdgasfahrzeuges. Die Prämie beträgt für Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeuge 1.000 Euro. Über eine Förderung können sich auch diejenigen freuen, die ihren Verbrenner abschaffen. Sie bekommen von der Stadt ein Jahresticket für den ÖPNV geschenkt.

Die Stadtwerke Würzburg bieten ihren Kunden eine gestaffelte Prämie. Die Prämie erhöht sich für Kunden, die Ökostrom beziehen. Für Kunden, die außerdem noch eine Jahreskarte für den ÖPNV besitzen, steigt die Prämie noch einmal. Für Elektroautos ist dadurch eine Förderung mit bis zu 200 Euro möglich. Auch die zweirädrige Elektromobilität wird gefördert. Jeder Kunde der Stadtwerke erhält für den Kauf eines Elektrofahrrads einen Zuschuss von 150 Euro. Für Elektroroller erhalten die Käufer eine Prämie in Höhe von bis zu 130 Euro. Die Förderungen können bis Ende 2016 beantragt werden.

Die Stadt München plant ab dem zweiten Quartal 2016 die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, die für gewerbliche oder gemeinnützige Zwecke genutzt werden, mit insgesamt 22,2 Millionen Euro Fördermitteln zu unterstützen. Für jedes vierrädrige Fahrzeug können Betriebe 4.000 Euro Förderung beantragen. Hinzu kommt ein Bonus von 1.000 Euro, wenn das E-Fahrzeug ein Benzin- oder Dieselfahrzeug ersetzt. Wenn das Fahrzeug vertraglich mit Ökostrom aufgeladen wird, sind weitere 500 Euro Förderung möglich. Für drei- und zweirädige Fahrzeuge können 25 Prozent der Anschaffungskosten bis zu einer maximalen Fördersumme von 1.000 Euro für Lastenpedelecs beziehungsweise 500 Euro für Pedelecs und Elektroroller beantragt werden. Ladestationen auf Privatgrund können ebenfalls mit 20 Prozent der Gesamtkosten bis zu maximal 1.500 Euro bezuschusst werden. Die Förderung wird im Zusammenhang mit der Bundesförderung noch geprüft und ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig.

Forschungsförderprogramme

Mit dem Förderprogramm „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Forschung- und Entwicklungsvorhaben zu automatisiertem Fahren oder innovativen Fahrzeugen. Es sollen sowohl technologische Lösungsansätze für das Fahrzeug selbst, als auch solche für das Fahrzeug als Bestandteil vernetzter Systeme erarbeitet werden. Antragsberechtigt sind wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen. Besonders die Beteiligung von kleinen- und mittelständischen Unternehmen ist erwünscht.

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteils- oder Vollfinanzierung gewährt. Im Rahmen dieser Richtlinie können jederzeit Projektskizzen eingereicht werden. Unabhängig von Förderbekanntmachungen werden beim Projektträger zweimal pro Jahr die jeweils bis zu den Stichtagen 31. März und 30. September eingereichten Skizzen bewertet. Sie können die Förderbekanntmachung hier
herunterladen.

Mit der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Elektroniksysteme; Elektromobilität“ möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Forschungstätigkeiten kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) unterstützen. Im Bereich Elektromobilität sind Forschungs- und Entwicklungsarbeiten förderfähig, die Beiträge zu neuartigen Fahrzeugkonzepten, Antriebssystemen, elektronischen Fahrzeugkomponenten und -systemen sowie zu funktionsintegrierte und/oder modulare Komponenten für die Elektromobilität leisten. Antragsberechtigt sind KMU im Sinne der Definition der Europäischen Kommission oder mittelständische Unternehmen, die eine Größe von 1.000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten. Die Projektkosten von Unternehmen werden mit bis zu 50 % anteilsfinanziert. Bei wissenschaftlichen Einrichtungen können bis zu 100 % der projektbezogenen Ausgaben gefördert werden. Die Förderdauer beträgt in der Regel bis zu drei Jahre. Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Die Bewertungsstichtage sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober. Die Förderbekanntmachung finden Sie hier
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Darüber hinaus gibt es weitere Förderprogramme zur Elektromobilität der Ministerien wie beispielsweise die DRIVE-E-Akademie, bei der Studenten deutscher Hochschulen einen Einblick in die Zukunftstechnologie Elektromobilität gewinnen. Einen Überblick über alle Förderprogramme der Bundesministerien ist im Internet unter www.foerderinfo.bund.de/elektromobilität zu finden.

Förderungen durch Einzelprojekte

Das SLAM-Projekt (Schnellladenetz für Achsen und Metropolen) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt den Aufbau eines bundesweiten Schnellladenetzes zu Forschungszwecken mit fast 16,4 Mio. Euro. Mit dabei sind Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen. Ziel des SLAM-Projektes ist die Ermöglichung des Aufbaus eines flächendeckenden Schnellladenetzes deutschlandweit. Dazu gehört neben der richtigen Standortfindung einer Ladesäule u.a. auch die Entwicklung nachhaltiger, ökonomischer Betreibermodelle, sowie weitere Themen rund um das Schnellladen.

Investoren für Ladeinfrastruktur haben die Möglichkeit, sich um einen Zuschuss zu bewerben, wenn Sie sich dafür entscheiden, eine Ladestation nach dem europäischen Standard (CCS) zu installieren. Bei erfolgreicher Bewerbung werden Unternehmen mit bis zu 75 % der anrechenbaren Kosten bezuschusst. Die Projektlaufzeit ist von Januar 2014 bis August 2017. Alle Informationen finden Sie unter diesem Link
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Bei geleasten Elektrofahrzeugen kann der Nutzer von den Forschungsvorhaben InitiativE-BB und InitiativE-BW in Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg profitierten. Die beiden Projekte fördern den Einsatz von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen im Alltag. Da der Fahrzeugpreis eines Elektrofahrzeugs höher als der eines vergleichbaren konventionellen Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor ist, sind auch die Leasingkosten höher. Diesen Nachteil möchten die Forschungsvorhaben InitiativE-BB und InitiativE-BW ausgleichen. Ein Nutzer schließt einen Leasing-Vertrag mit der Firma x-Leasing. Bis zu 45 % der Leasingmehrkosten des Elektrofahrzeugs werden von den beiden Projekten übernommen. Die Laufzeit der Projekte ist auf Dezember 2016 befristet. Mehr Informationen finden Sie unter den folgenden Verlinkungen: InitiativE-BB
und InitiativE-BW
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