Garmisch-Partenkirchen - sun2car@GAP

Garmisch-Partenkirchen - sun2car@GAP

Im Projekt „sun2car@GAP“ wird die Kombination von Elektrofahrzeugen mit heimischen Photovoltaikanlagen getestet und analysiert. Das Forschungsvorhaben soll CO2-Reduktionspotenziale aufdecken und umfassende Erkenntnisse zum Nutzerverhalten liefern.

Herausforderungen und Ziele

Elektromobilität bringt nicht nur für die Automobilhersteller, sondern auch für Städte, Kommunen und Energieversorger große Herausforderungen mit sich. So ist davon auszugehen, dass die heutigen lokalen Stromnetze durch eine deutliche Zunahme an Elektrofahrzeugen an ihre Belastungsgrenzen stoßen werden. Belastet werden die Stromnetze zudem durch die fluktuierende Einspeisung von Energie aus privaten Photovoltaikanlagen. Im Projekt sun2car@GAP werden vor diesem Hintergrund innovative, intelligente Ladestrategien für Elektrofahrzeuge entwickelt und erprobt, die die Netzbeanspruchungen und Netzbelastungen reduzieren und den Eigenverbrauch von Photovoltaikenergie erhöhen. Zugleich sollen Erfahrungsdaten für den Betrieb, die Nutzung und die Betreuung von Elektrofahrzeugen gesammelt werden, die mit einem möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Energien geladen wurden. So macht das Projekt nicht nur nachhaltige und autarkere Mobilität erlebbar, sondern leistet auch einen Beitrag zur Erschließung neuer Systemdienstleistungen, Geschäftsmodelle und Vermarktungskonzepte.

Energie/Ladeinfrastruktur
Energie/Ladeinfrastruktur

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes kommt eine Flotte von zehn Audi A1 e-tron mit Range Extender im Raum Garmisch-Partenkirchen zum Einsatz. Zum Vergleich werden parallel zehn konventionelle A1 und drei A3 e-tron getestet. Dabei wird mit Bürgerinnen und Bürgern in Garmisch-Partenkirchen zusammengearbeitet, die bereits Photovoltaikanlagen installiert haben. Zum Laden werden den Probanden intelligente Wallboxen zur Verfügung gestellt, die mit Photovoltaikenergie gespeist werden. Dabei wird untersucht, inwieweit die Fahrzeuge durch den selbst erzeugten Photovoltaikstrom geladen werden können. Die angestrebte lokale Dichte von Elektrofahrzeugen in Gebieten mit hoher Photovoltaik-Konzentration bietet ideale Voraussetzungen, um Anzeichen für kritische Netzzustände zu erkennen. Analysiert werden auch die Unterschiede in der Nutzung verschiedener Antriebsarten und die klimatischen Auswirkungen auf Ladeverhalten und Fahrprofil. Die Erkenntnisse aus der Versuchsdurchführung fließen in die Weiterentwicklung der Konzepte und Technologien ein und sollen insbesondere dazu beitragen, auf Seiten des Fahrzeugherstellers eine kundenoptimierte Ladetechnologie zu schaffen.

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Informationen

Partner

Audi AG, Ingolstadt (Konsortialführer)

Technische Universität München, Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik

Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., München


Zuwendungsgeber

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Laufzeit
-

Ort
Garmisch-Partenkirchen