eRadschnellwege - Umstiege erleichtern

eRadschnellwege - Umstiege erleichtern

Im Rahmen des Projektes "eRadschnellwege" wird das Zusammenwirken von Infrastrukturmaßnahmen und Nutzerverhalten untersucht. Am Beispiel eines für Elektrozweiräder optimierten Radschnellwegs sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie neue Nutzergruppen zum Umstieg von motorisierter Mobilität auf Pedelecs und e-Bikes bewegt werden können.

Herausforderungen und Ziele

Die begrenzte Reichweite stellt immer noch eine Barriere zur Verbreitung von Elektro-Pkws dar. Bei Zweirädern spielt dieser Aspekt hingegen eine untergeordnete Rolle. Der Markt von Pedelecs und e-Bikes verzeichnet deshalb enorme Wachstumsraten in Deutschland. Forschungs- und Entwicklungsbedarfe bestehen hier nicht hinsichtlich der Fahrzeugtechnik oder der Reichweite, sondern hinsichtlich der erforderlichen infrastrukturellen Voraussetzungen zur optimalen Nutzung der Elektrozweiräder. Das Projekt "eRadschnellweg" untersucht vor diesem Hintergrund Einflussgrößen der Akzeptanz von e-Zweirädern und die Tauglichkeit des bestehenden Fahrradnetzes für e-Bikes und Pedelecs. Die Ergebnisse schaffen Voraussetzungen, um neue Nutzergruppen anzusprechen und eine merkliche Verlagerung von motorisiertem Verkehr auf e-Bikes und Pedelecs zu erreichen.

Nutzer
Nutzer

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes wurde im Stadtgebiet Göttingen eine vier Kilometer lange Teststrecke als eRadschnellweg gebaut. Ausgewählten Pendlerinnen und Pendlern werden über einen begrenzten Zeitraum Pedelecs zur Verfügung gestellt. Durch regelmäßige Befragungen wird deren Nutzerverhalten erforscht. Um zusätzlich die Anforderungen der Fahrer an die Infrastruktur und die eventuell veränderte Verkehrsmittelwahl durch den neuen Radschnellweg zu untersuchen, wird die Fahrradstrecke digital erfasst. Die Daten werden hinsichtlich Effektivität der Infrastrukturmaßnahmen, Auswirkungen auf andere Verkehrsteilnehmer, des Straßenbildes und der CO2-Bilanz ausgewertet. Im Ergebnis werden nicht nur die baulich-planerischen Aspekte herausgearbeitet, sondern auch die Wirkungszusammenhänge zwischen Infrastrukturmaßnahmen und Nutzerverhalten. In einer Datenbank werden alle gesammelten Werte zusammengetragen, um eine Bewertung der Pedelec- und e-Bike-Tauglichkeit des gesamten Radwegenetzes der Metropolregion zu ermöglichen.

Schaufenster Region Niedersachsen

Schaufenster Region Niedersachsen

Bilder aus dem Projekt

Informationen

Partner

Stadt Göttingen (Konsortialführung)

Energie aus der Mitte (EAM), Kassel

Universität Göttingen, Göttingen

Landkreis Göttingen

EON-Mitte AG, Kassel


Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Laufzeit
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