Pedelec-Korridor: Elektrofahrräder ersetzen Pendlerautos

Pedelec-Korridor: Elektrofahrräder ersetzen Pendlerautos

Im Projekt "Pedelec-Korridor" wird die Nutzung von Pedelecs im städtischen Alltagsverkehr erprobt, erforscht und gefördert. Im Fokus stehen vor allem Berufspendelnde, denen das Pedelec als umweltschonende, gesundheitsförderliche und platzsparende Alternative zum Pkw näher gebracht werden soll.

Herausforderungen und Ziele

Im Jahr 2013 waren bereits 1,5 Millionen Pedelecs in Deutschland im Bestand. Diverse Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese umweltfreundlichen, platzsparenden und gesundheitsfördernden Fahrzeuge bislang überwiegend im touristischen Bereich und meist in suburbanen und ländlichen Räumen genutzt werden. Die Pedelec-Nutzung im großstädtischen Alltagsverkehr hat sich noch nicht durchgesetzt, obwohl damit viele Pkw-Fahrten ersetzt werden könnten. Als Hemmnisse haben sich neben den hohen Anschaffungskosten vor allem das große Diebstahlsrisiko und die fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten herauskristallisiert. Das Projekt „Pedelec-Korridor“ will diese Hürden überwinden, indem es sichere Parkmöglichkeiten im öffentlichen und halböffentlichen Raum schafft. Außerdem sollen pedelec-taugliche Fahrradverbindungen eingerichtet und die Pedelec-Nutzung im Berufsverkehr erprobt werden. Ziel ist es, Praxiserfahrungen zu sammeln, wie der Einsatz von Pedelecs im Berufsverkehr gefördert und die Verkehrsbelastung durch Pkw gemildert werden kann.

Stadtentwicklung
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Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes wird die Pedelec-Nutzung im Berufsverkehr auf verschiedene Art und Weise befördert. Durch die Installation von Pedelec-Parkmöglichkeiten an ausgewählten S- und U-Bahnhöfen und zentralen Punkten sowie auf den Betriebsgeländen ausgewählter Unternehmen soll ein sicheres Abstellen der Pedelecs ermöglicht und der Umstieg auf den Nahverkehr erleichtert werden. Die Einrichtung pedelec-tauglicher Fahrradverbindungen, darunter eine rund 13 Kilometer lange kreuzungsfreie Radtrasse, soll die brandenburgischen Kommunen Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow an den hochverdichteten Südwesten Berlins anbinden. Die Bereitstellung von Pedelecs inkl. Beratung und Service soll schließlich den Angestellten ausgewählter Betriebe einen umfassenden Praxistest ermöglichen. Im Gegenzug für die zwei bis drei monatige kostenlose Nutzungsperiode erklären sich die Testnutzer/innen bereit zur Teilnahme an der Begleitforschung, mit der repräsentative Ergebnisse zur Nutzung und Akzeptanz von Pedelecs im Berufsverkehr gewonnen werden sollen.

Schaufenster Region Berlin-Brandenburg

Schaufenster Region Berlin-Brandenburg

Informationen

Partner

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Berlin (Konsortialführer)

Spath + Nagel Büro für Städtebau und Stadtforschung GbR, Ber-lin

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Institut für Transportation Design, Braunschweig

Team red Deutschland GmbH, Berlin

Assoziierte Partner

Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburg, Potsdam

Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Potsdam

Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg, Potsdam

Gemeinde Stahnsdorf, Gemeinde Kleinmachnow, Stadt Teltow

Landkreis Potsdam-Mittelmark

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf


Zuwendungsgeber

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Laufzeit
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