Aktivhaus B10 - Architektur und Mobilität für Morgen

Aktivhaus B10 - Architektur und Mobilität für Morgen

Im Projekt "Aktivhaus B10" wird demonstriert, wie Elektromobilität in ein Haus im Plusenergiestandard integriert werden kann. Dabei werden die Energiesysteme von Elektromobilität und Gebäude verzahnt und der auf dem Grundstück produzierte Energieüberschuss zum Laden der Elektrofahrzeuge genutzt.

Herausforderungen und Ziele

Aktivhäuser erzeugen mehr Energie aus regenerativen Quellen, als sie von außen beziehen. Dieser Energieüberschuss kann optimal zum umweltfreundlichen Laden von Elektrofahrzeugen genutzt werden. Das gelingt umso besser, je enger die Energiesysteme von Elektromobilität und Gebäude miteinander verknüpft sind. Im Projekt "Aktivhaus B10" wird die Verknüpfung von Aktivhaus und Elektromobilität idealtypisch erprobt. Auf einem Grundstück der Stuttgarter Weißenhofsiedlung, die bereits zur Zeit ihrer Errichtung Ende der 1920er Jahre als Modell modernen und zukunftsweisenden Bauens galt, entsteht für die Dauer von drei Jahren ein Aktivhaus, das dank eines intelligenten Energiesystems das Doppelte seines Energiebedarfs selbst erzeugt. Angebunden an ein virtuelles Kraftwerk bietet es den Rahmen, die Nutzung von Elektromobilität durch Pendler in unterschiedlichen Anwendungsfällen zu erproben: als Büronutzung mit Tagladung an der Arbeitsstätte und als Wohnnutzung mit Nachtladung am Wohngebäude.

Stadtentwicklung
Stadtentwicklung

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes wird auf einem seit 1945 brachliegenden Grundstück der Weißenhofsiedlung am Bruckmannweg 10 (B10) zu Demonstrationszwecken ein Aktivhaus mit integrierter Elektromobilität errichtet und nach Abschluss des Projektes wieder zurückgebaut. Ein integrales Energiemanagementsystem ermöglicht dabei die Steuerung aller Wohnkomfort- und Elektromobilitätsfunktionen. Die im Projekt entwickelte Energietankstelle wird an ein virtuelles Kraftwerk auf Quartiersebene angebunden. Dabei soll der Energieüberschuss des Aktivhauses das benachbarte Weißenhofmuseum und zwei Elektro-Smarts mitversorgen. In zwei aufeinanderfolgenden Nutzungsphasen dient das Gebäude zunächst als Informationszentrum zu Energiekonzept und Bautechnik und anschließend als Wohnort für zwei Studenten. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung werden Energieerzeugung und -verbrauch sowie zahlreiche weitere Daten gemessen und für die verschiedenen Anwendungsfälle ausgewertet.

Schaufenster Region Baden-Württemberg

Schaufenster Region Baden-Württemberg

Informationen

Partner

Werner Sobek Design GmbH & Co. KG, Stuttgart (Konsortialführer)

alphaEOS AG, Stuttgart

Daimler AG, Sindelfingen

SchwörerHaus KG, Hohenstein-Oberstetten

Universität Stuttgart, Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren (ILEK), Stuttgart


Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Laufzeit
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