eBus Skorpion

eBus Skorpion

Strom - Kraft - Oberleitung - Rekuperation - Plug-In - Innovation - Oekologisch - Nachhaltig

Im Mittelpunkt des Projektes „eBus Skorpion“ steht die Entwicklung und Erprobung innovativer Elektrobusse, deren Batterien während der Fahrt über das Oberleitungsnetz der Straßenbahn nachgeladen werden können. Ein automatisiertes An- und Abdrahten der Stangenstromabnehmer soll dabei einen rein elektrischen Busbetrieb über längere Strecken ermöglichen.

Herausforderungen und Ziele

Ein rein batterieelektrischer Busbetrieb über längere Strecken scheitert bislang noch an den begrenzten Reichweiten der Energiespeicher. Mit dem Oberleitungsnetz der Straßenbahn verfügen Städte wie Leipzig jedoch bereits über eine Infrastruktur, die in modifizierter Form auch zum Nachladen der Fahrzeugbatterien genutzt werden könnte. Im Projekt „eBus Skorpion“ werden hierfür geeignete Elektrobusse und Schnellladetechnologien entwickelt und auf der Buslinie 70 im Leipziger Süden erprobt. Die Buslinie wird dabei so gestaltet, dass der Bus immer wieder unter Oberleitungen fährt und dabei die Batterien soweit aufladen kann, dass er problemlos bis zum nächsten Oberleitungskontakt fahren kann. Durch die Entwicklung eines automatisierten An- und Abdrahtsystems sowie eines bedarfsgerechten Energie- und Leistungsmanagements soll ein störungsfreier Übergang zwischen Oberleitungs- und oberleitungsfreier Fahrt ermöglicht werden.

Fahrzeug
Fahrzeug

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes wird zunächst die Linienführung der Buslinie 70 modelliert und im Hinblick auf eine hohe Batterielebensdauer und eine netzschonende Leistungsaufnahme entlang der Strecke optimiert. Um eine Vorabbewertung der Netzbelastungen in einzelnen Abschnitten zu unterstützen, werden Netzsimulationen durchgeführt. Für den Elektrobus wird zudem ein leistungsfähiges Energie- und Lademanagementsystem entwickelt. Da Busse anders als Straßenbahnen nicht über die Gleise geerdet sind, müssen die für den Busbetrieb genutzten Teile des Straßenbahnoberleitungsnetzes für zweipolige Stromabnehmer ausgebaut werden. Für das reibungslose An- und Abdrahten der Stromabnehmer wird ein dynamisch-automatisiertes Plug-In-System entwickelt, bei dem u.a. Radar- und Ultraschallsensoren zur Ortung der Oberleitung und elektromechanische Stellantriebe zum schonenden Andrücken des Stromabnehmers eingesetzt werden. Für die gemeinsame Nutzung eines Fahrleitungssystems für beide Fahrtrichtungen soll zudem ein Regelungsmechanismus zur Änderung der Polarisierung im Fahrzeug entwickelt werden. Sollte die Erprobung erfolgreich verlaufen, ist der Einsatz von fünf Oberleitungs-Elektrobussen auf der Strecke geplant.

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Informationen

Partner

Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, Leipzig (Konsortialführer)

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI), Dresden

Westsächsische Hochschule Zwickau, Zwickau


Zuwendungsgeber

Sächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWAV)

Laufzeit
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