Ebald

Ebald

Elektromobilität in Bereichen der Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden

Im Projekt „Ebald“ werden Elektrofahrzeuge unterschiedlicher Fahrzeugkategorien im Flotteneinsatz in der Abfallwirtschaft und der Straßenreinigung erprobt. Aus dem Vergleich mit konventionellen Fahrzeugen sollen unter anderem Erkenntnisse zu Alltagstauglichkeit, Umweltauswirkungen und Optimierungspotenzialen des Einsatzes von Elektromobilität gewonnen werden.

Herausforderungen und Ziele

In der Abfallwirtschaft kommt Elektromobilität bislang noch kaum zum Einsatz, obwohl es hier vielversprechende Einsatzmöglichkeiten gibt. Mit elektrischem Antrieb könnten Abfallsammlung und Straßenreinigung nicht nur weniger Schadstoff-, sondern auch weniger Lärmemissionen verursachen. So spart eine Kleinkehrmaschine mit Elektroantrieb in fünf Jahren bis zu 78 Tonnen CO₂ und könnte mit ihrem leisen Elektromotor beispielsweise bei der nächtlichen Reinigung von Straßen und Plätzen eine deutliche Verbesserung der Lärmsituation bringen. Die Stadtreinigung Dresden GmbH betreibt einen Fuhrpark von 135 Fahrzeugen. Im Projekt „Elektromobilität in Bereichen der Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden (kurz „Ebald“) wird hier der Einsatz von Elektrofahrzeugen unterschiedlicher Fahrzeugtypen im alltäglichen Flottenbetrieb erprobt. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung sollen dabei Erkenntnisse zur Alltagstauglichkeit der neuen Antriebskonzepte und zu Vor- und Nachteilen gegenüber konventionellen Fahrzeugen gewonnen werden. Außerdem werden Anforderungen an Reparatur und Instandhaltung sowie an das Berufsbild „Kfz-Mechatroniker/in“ mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge ermittelt.

Wirtschaftsverkehr
Wirtschaftsverkehr

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes werden Elektrofahrzeuge aus drei Fahrzeugkategorien im Flottenbetrieb erprobt, darunter ein Transporter bis 3,5 t zur Abfallsammlung, eine Kleinkehrmaschine zur Straßenreinigung sowie ein Pkw aus dem allgemeinen Fahrzeugpool. Die Fahrzeuge werden mit Messtechnik zur Datenerfassung ausgerüstet und im Vergleich zu ihren konventionell betriebenen Pendants unter normalen Einsatzbedingungen getestet. Dabei werden zahlreiche Faktoren wie die Verfügbarkeit im Flotteneinsatz, der Batterieladezustand, das Lademanagement und Ladeverhalten sowie der Energieverbrauch analysiert. Das CO₂-Einsparpotenzial wird mit einer Ökobilanz untermauert. Weiterhin wird die Reparaturanfälligkeit erfasst und das hierfür erforderliche Know-how des Werkstattpersonals analysiert. Erkenntnisse sollen auch für die Positionierung der Ladeterminals, die Optimierung der Tourenplanung sowie die Entwicklung akustischer Warnsignale für den Passantenverkehr gewonnen werden.

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Informationen

Partner

Stadtreinigung Dresden GmbH, Dresden (Konsortialführer)

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Fakultät Elektrotechnik, Labor elektrische Mobilität, Dresden

Technische Universität Dresden, Fakultät Elektrotechnik und Sprachkommunikation, Lehrstuhl für Kommunikationsakustik (Projektpartner), Dresden

TU Dresden, Lehrstuhl Verkehrsökologie (Projektpartner), Dresden


Zuwendungsgeber

Sächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWAV)

Laufzeit
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