Pilotlinie 64 - effiziente Elektromobilität in Dresden

Pilotlinie 64 - effiziente Elektromobilität in Dresden

Im Projekt „Pilotlinie 64“ werden neue Ansätze zur Steigerung der Energieffizienz von Hybridbussen entwickelt und erprobt. Im Mittelpunkt der Forschung steht dabei die Erschließung von Energieeinsparpotenzialen durch Leichtbaulösungen, eine intelligente und vorausschauende Steuerung sowie ein hocheffizientes Beheizungs- und Klimatisierungskonzept.

Herausforderungen und Ziele

Ein rein batterieelektrischer Busbetrieb ist bislang aufgrund der begrenzten Batteriekapazitäten nur über kurze Strecken möglich. Die technischen Möglichkeiten zur Vergrößerung der elektrischen Reichweite und zur weiteren Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs von Hybridbussen, etwa durch die Verbesserung der Energieeffizienz, sind jedoch noch längst nicht ausgeschöpft. Im Projekt „Pilotlinie 64“ werden hierfür neue, innovative Lösungen entwickelt und erprobt. Ziel ist es einerseits, durch die Verwendung von Leichtbaukomponenten die Zusatzmasse der Hybridtechnik und insbesondere der Batterie zu kompensieren. Andererseits steht eine intelligente prädiktive Regelung von Antriebsstrang und Nebenverbraucher im Fokus. Die Forschungsergebnisse werden im Alltagsbetrieb der Dresdner Buslinie 64 erprobt. Dies liefert nicht nur wertvolle Erkenntnisse für die Fahrzeugbauer, sondern trägt auch unmittelbar zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Hybridbussen im Betrieb der Dresdner Verkehrsbetriebe bei.

Wirtschaftsverkehr
Wirtschaftsverkehr

Vorgehen des Projektes

Im Projektverlauf werden vorhandene theoretische Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz in prototypische technische Komponenten überführt und an einem Hybridgelenkbus der Dresdner Verkehrsbetriebe AG getestet und optimiert. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden untersucht am Beispiel ultraleichter Räder aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), wie sich der Einsatz von Leichtbaumaterialien auf die Energieeffizienz auswirkt. Am Institut für Automobiltechnik Dresden (IAD) werden mechatronische Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umgesetzt. Dabei geht es einerseits um die Nutzung vorhandener Wärmequellen und die Erforschung innovativer Klimatisierungs- und thermischer Isolationsmaßnahmen. Andererseits steht eine intelligente prädiktive Regelung von Antriebsstrang und Nebenverbraucher im Fokus. Ein Fahrerassistenzsystem soll die Fahrerinnen und Fahrer sowohl optisch als auch haptisch bei der energieeffizienten Fahrzeugführung unterstützen.

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Informationen

Projekt mit Erfahrbarkeit

Partner

Technische Universität Dresden, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) / Institut für Automobiltechnik Dresden (IAD), Dresden (Konsortialführer)

Dresdner Verkehrsbetriebe AG, Dresden


Zuwendungsgeber

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA)

Laufzeit
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