Langstreckenpendler

Langstreckenpendler

Kundenakzeptanz Elektromobilität bei erhöhter Reichweitenanforderung

Im Projekt „Langstreckenpendler“ werden die Rahmenbedingungen für eine Nutzung von Elektroautos auf Langstrecken untersucht. Im Blickpunkt stehen dabei die Nutzerakzeptanz und der Umgang mit Reichweitenbeschränkungen.

Herausforderungen und Ziele

Aufgrund der noch limitierten Reichweite der Batterien kommen batterieelektrische Fahrzeuge bislang vor allem auf kurzen Strecken im urbanen Umfeld zum Einsatz. Allerdings werden spezifische Vorteile der Elektromobilität wie die im Vergleich zum Verbrennungsfahrzeug niedrigeren Betriebskosten und die Einsparungen bei den CO2-Emissionen erst bei hohen Laufleistungen besonders spürbar. Zukünftig sollen deshalb auch Einsatzmöglichkeiten von Elektromobilität für Nutzerinnen und Nutzer erschlossen werden, die mit mehr als einer benötigten Batterieladung pro Tag in den Grenzbereich der Reichweite gelangen. Eine solche Nutzergruppe sind Arbeitspendler/innen, die ihr Elektrofahrzeug täglich zu Hause oder am Arbeitsplatz zwischenladen müssen. Im Projekt „Langstreckenpendler“ soll erforscht werden, wie diese Nutzerinnen und Nutzer Elektromobilität annehmen und wie sie mit Reichweitenbeschränkungen umgehen. Dabei stehen sowohl psychologische Aspekte auf Seiten der Nutzerinnen und Nutzer als auch technologische Aspekte auf Seiten der Fahrzeughersteller und Ladeinfrastruktur im Blickpunkt.

Nutzer
Nutzer

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes kommen 15 vollelektrische BMW ActiveE in fünf Testphasen für je 12 Wochen im Großraum Leipzig zum Einsatz. Als Testnutzer werden Langstreckenpendler/innen ausgewählt, die mindestens 70 km pro Tag fahren. Sie erhalten die Fahrzeuge zu einer reduzierten monatlichen Nutzungsrate und erklären sich im Gegenzug bereit, ihre Fahrdaten der Forschung zur Verfügung zu stellen und an regelmäßigen Fragebogenerhebungen teilzunehmen. Untersucht werden die Akzeptanz, der Umgang mit der verfügbaren Reichweite sowie die Anpassungs- und Lerneffekte beim Einsatz von E-Fahrzeugen. Zur Erfassung der Fahrdaten werden die Fahrzeuge mit Datenloggern ausgerüstet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erforschung verschiedener Strategien zur Energierückgewinnung im Bremsvorgang (Rekuperation). Darüber hinaus sollen Erkenntnisse zur notwendigen Ladeinfrastruktur, Ladevorgängen und möglichen Rückwirkungen auf das Stromnetz sowie den zugehörigen Service- und Wartungsprozessen gewonnen werden.

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Informationen

Partner

BMW AG, München (Konsortialführer)

Technische Universität Chemnitz, Chemnitz

Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig


Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Laufzeit
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