LiBat - Rückgewinnung

LiBat - Rückgewinnung

Aufbereitung von Produktionsabfällen und kompletten Li-Ionen Batteriezellen zur Rückgewinnung und Wiederverwertung des Aktivmaterials

Im Projekt wird ein neues Verfahren zur industriellen Rückgewinnung und Wiederverwertung von Aktivmaterialien aus der Li-Ionen-Batteriezellenfertigung entwickelt und erprobt. Durch das funktionelle Recycling von Produktionsabfällen und Batteriezellen wird ein Beitrag zur Nachhaltigkeit und Rohstoffsicherung der Batterieproduktion in Deutschland geleistet.

Herausforderungen und Ziele

Durch stetig steigende Marktanteile von Elektrofahrzeugen steigt auch der Bedarf an entsprechenden Batteriesystemen. In der Regel kommen dabei Lithiumionen-Batteriezellen zum Einsatz, für deren Produktion eine ganze Reihe von seltenen Metallen wie Lithium, Kobalt und Nickel benötigt werden. Der Rückgewinnung und Wiederverwertung dieser Rohstoffe kommt daher eine große ökologische und wirtschaftliche Bedeutung zu. Während mit signifikanten Rücklaufmengen kompletter Batteriesysteme erst in 8-10 Jahren gerechnet wird, fallen bei der Batteriezellenherstellung bereits heute wiederverwertbare Produktionsabfälle an. Im Projekt "LiBat" wird vor diesem Hintergrund ein neues Aufbereitungsverfahren entwickelt und im Recyclingbetrieb erprobt, das sowohl für die Aufbereitung von Produktionsabfällen als auch kompletter Batteriezellen zum Einsatz kommen kann.

Batterie
Batterie

Vorgehen des Projekte

Anders als stoffliche Recyclingansätze, die lediglich der Rückgewinnung der Metalle dienen, verfolgt das Projekt den Ansatz eines funktionellen Recyclings, bei dem eine direkte Wiederverwertung der Aktivmaterialien in der Zellfertigung möglich wird. Durch ein neues, elektrohydraulisches Zerkleinerungsverfahren sollen in erster Linie Abfälle aus der Produktion kobalthaltiger Kathodenmaterialien zurückgewonnen werden. Für die Erprobung dieses Aufbereitungsverfahrens im Recyclingbetrieb wird eine industrietaugliche Pilotanlage entwickelt. Dabei soll nicht nur ein Nachweis der Wiedereinsetzbarkeit des zurückgewonnenen Aktivmaterials erbracht werden, sondern auch eine wirtschaftliche Betrachtung des Recyclingbetriebs erfolgen. In einem zweiten Teil des Projektes soll der Aufbereitungsansatz auch in ersten Untersuchungen zum Recycling kompletter Lithium-Ionen-Zellen zum Einsatz kommen, wobei das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung von Verfahren zum sicheren Öffnen und Zerlegen der Batteriezellen liegt.

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Schaufenster Region Bayern-Sachsen

Informationen

Partner

Adensis GmbH, Dresden (Konsortialführer)

Lars Walch GmbH & Co. KG, Baudenbach

Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme, Dresden


Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Laufzeit
-

Ort
Baudenbach