eVerkehrsraum Stuttgart

eVerkehrsraum Stuttgart

Im Projekt "eVerkehrsraum" wird Elektromobilität in ein modernes Verkehrsmodell der Region Stuttgart eingebunden. Das Modell ermöglicht eine Analyse und Abbildung der Nachfrage nach elektromobilen Verkehrsangeboten und soll Politik, Verkehrsplanern und Infrastrukturverantwortlichen als Planungstool zur Bewertung der Auswirkungen und Akzeptanz elektromobiler Verkehrsangebote dienen.

Herausforderungen und Ziele

Für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung sind Betrachtungen des Verkehrsverhaltens der Menschen, der technischen Rahmenbedingungen und der infrastrukturellen Anforderungen unerlässlich. Die Elektromobilität stellt u.a. mit Reichweitenbegrenzungen, Ladezyklen und Ladeinfrastrukturen neue Anforderungen an die Verkehrsplanung. Gegenstand des Projektes "eVerkehrsraum" ist es, diese Anforderungen in ein modernes Verkehrsmodell zu integrieren. Hierfür wird das vorhandene Multi-Agenten-Modell der Region Stuttgart erweitert, das die Ortsveränderungen aller Personen mit allen Verkehrsmitteln im Verlauf einer Woche simuliert. Dadurch wird es möglich, die Auswirkungen der Elektromobilität auf das Mobilitätsverhalten und die Infrastruktur zu analysieren. So können beispielsweise Infrastrukturmaßnahmen wie die Errichtung von Ladesäulen oder die Einführung neuer Carsharing-Angebote bewertet und deren Nutzung prognostiziert werden. Das Modell kann auch auf andere Regionen übertragen werden, um das Evaluieren und Beurteilen der elektromobile Planungen zu unterstützen.

Verkehrsmanagement
Verkehrsmanagement

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Vorhabens wird das vorliegende mikroskopische Multi-Agenden-Modell der Region Stuttgart hinsichtlich der Elektromobilitätsangebote sowie der elektromobilen Verkehrsnachfrage erweitert. Dabei werden einerseits technische Rahmenbedingungen wie Reichweiten und Lademöglichkeiten integriert. Andererseits fließen auch typische Verhaltensmuster bei der Nutzung elektrisch betriebener Fahrzeuge ein, wie z.B. die multimodale Nutzung elektrischer und nichtelektrischer Verkehrsangebote oder veränderte Ziel- oder Verkehrsmittelwahl der Nutzer von Elektrofahrzeugen. Eine wichtige Datengrundlage liefern Ergebnisse elektromobilitätsbezogener Nutzerbefragungen sowie eine Analyse der Nutzungsmuster von Elektrofahrzeugen in den Schaufensterprojekten. Modelliert werden schließlich sowohl der Status Quo der Verkehrsnachfrage in der Region Stuttgart, als auch ein Nutzungsszenario, das bei einer bestimmten Marktdurchdringung von Elektromobilität die Auswirkungen auf Verkehrsbelastungen und Infrastruktur darstellt.

Schaufenster Region Baden-Württemberg

Schaufenster Region Baden-Württemberg

Informationen

Partner

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)


Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Laufzeit
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