emma - e-mobil mit anschluss

emma - e-mobil mit anschluss

Im Projekt "emma" wird ein ganzheitliches und nachhaltiges Mobilitätskonzept für den Bodenseekreis entwickelt, bei dem Elektrofahrzeuge das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs ergänzen sollen. Dabei werden verschiedene Nutzungsszenarien erprobt, um eine vernetzte Mobilität auch für ländliche Regionen praktikabel zu machen.

Herausforderungen und Ziele

Außerhalb der Ballungsräume ist eine flächendeckende Erschließung durch den öffentlichen Personennahverkehr häufig nicht gegeben. Elektromobilität kann hier das öffentliche Verkehrsangebot von Bus und Bahn sinnvoll ergänzen. Hierfür bedarf es allerdings geeigneter Nutzungsmodelle, die auch den besonderen Anforderungen ländlicher Räume Rechnung tragen. Im Projekt "emma" werden auf Basis des Carsharing-Ansatzes Szenarien entwickelt und erprobt, um den Bodenseekreis mit Hilfe von Elektromobilität besser an den öffentlichen Personennahverkehr anzubinden. Diese reichen vom klassischen stationsgebundenen eCarsharing bis hin zu Bürgerbussen, bei denen ehrenamtliche oder bezahlte Fahrerinnen und Fahrer Elektrofahrzeuge steuern. Durch eine intelligente Einbindung der Fahrzeuge in das Energienetz und eine neu geschaffene Mobilitätsplattform wird dafür Sorge getragen, dass die Fahrzeuge ausschließlich mit Strom aus regenerativen Energien geladen und als Teil des öffentlichen Personennahverkehrs anerkannt und genutzt werden.

Mobilitätskonzepte
Mobilitätskonzepte

Vorgehen des Projektes

Im Rahmen des Projektes wird ein nachhaltiges Mobilitätskonzept entwickelt, das den komplexen Anforderungen des Bodenseekreises mit sowohl städtischen und industriellen Verdichtungsräumen als auch ländlich geprägten Räumen gerecht wird. Dabei werden zunächst verschiedene Nutzungsszenarien entwickelt und mit Unternehmen und Bürgern diskutiert. Die Basis hierfür bietet das Carsharing-System Flinkster. In einer Testphase werden diese Nutzungsszenarien anschließend in verschiedenen Kommunen des Bodenseekreises erprobt. Insgesamt sollen im Projekt rund 30 Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Außerdem werden 40 Ladesäulen installiert, deren Standorte auf der Grundlage des Nahverkehrsplans bestimmt wurden. Zur Erleichterung der Routenplanung wird eine neue Mobilitätsplattform entwickelt, die als verkehrsmittelübergreifende Verkehrsauskunft dient und den öffentlichen Verkehr mit dem Vor- und Nachlauf per Elektrofahrzeug oder zu Fuß verknüpft. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung wird getestet, inwieweit eine Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs mit Elektrofahrzeugen tatsächlich funktioniert und wie die Nutzerinnen und Nutzer auf die neuen Angebote reagieren.

Schaufenster Region Baden-Württemberg

Schaufenster Region Baden-Württemberg

Informationen

Projekt mit Erfahrbarkeit

Partner

T-City Friedrichshafen / FN-Dienste GmbH, Friedrichshafen (Konsortial-führer)

Bodensee-Oberschwaben Verkehrsver-bund GmbH, Ravensburg

DB FuhrparkService GmbH, Frankfurt am Main

Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg, Campus Friedrichshafen, Ravensburg

HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Han-nover

Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH, Berlin

Stadt Friedrichshafen

STADTWERK AM SEE GmbH & Co. KG, Friedrichshafen

Technische Universität Berlin, Fachgebiet Quality and Usability Lab, Berlin

T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main

Assoziiertes Projekt

Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Verkehr und digi-tale Infrastruktur (BMVI)

Laufzeit
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